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Der Freiheits-Rechner: Was kostet Sie eine Stunde?

Drei Eingaben, zwei Ergebnisse: was eine Stunde Ihrer Zeit wirklich wert ist und welche Aufgaben Sie deshalb nicht mehr selbst erledigen sollten.

STARK · Rechner Der Freiheits-Rechner: Was kostet Sie eine Stunde?
  • ✓ Interaktiver Rechner für Ihren Stundenwert
  • ✓ Schwellenwert für das Abgeben von Aufgaben
  • ✓ Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen
  • ✓ Aufgabenliste zum Einsortieren
Ihr tatsächlicher Stundenwert
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Abgeben lohnt sich unter0 € / Std.
Stunden pro Jahr gearbeitet0
Stundenwert nach dem Abgeben0 €

Faustregel: Aufgaben, die jemand anderes für weniger als ein Drittel Ihres Stundenwerts erledigen kann, gehören nicht auf Ihren Tisch.

Was drin ist

  • Interaktiver Rechner für Ihren Stundenwert
  • Schwellenwert für das Abgeben von Aufgaben
  • Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen
  • Aufgabenliste zum Einsortieren
  • Hinweise zu internen und externen Kosten

Der Freiheits-Rechner zeigt Ihnen, was eine Stunde Ihrer Arbeitszeit als Inhaber tatsächlich wert ist: Ihr Jahreseinkommen aus dem Betrieb, geteilt durch die Stunden, die Sie wirklich arbeiten. Dazu erhalten Sie eine Schwelle. Aufgaben, die sich für weniger als diesen Betrag pro Stunde erledigen lassen, sollten Sie abgeben. Viele Inhaber sind überrascht, wie niedrig ihr echter Stundenwert ist, sobald sie ehrlich zählen.

So nutzen Sie den Rechner

  1. Tragen Sie oben ein, welches Jahreseinkommen Sie aus dem Betrieb ziehen möchten oder heute ziehen, also Ihren Gewinn vor Steuern oder Ihr Geschäftsführergehalt samt Ausschüttung.
  2. Tragen Sie Ihre tatsächlichen Arbeitsstunden pro Woche ein. Zählen Sie Abende, Wochenenden und Mails nach Feierabend mit.
  3. Tragen Sie Ihre Urlaubswochen ein. Rechnen Sie Feiertage und typische Krankheitstage grob als Wochen dazu.
  4. Lesen Sie die beiden Ergebnisse ab: Ihren tatsächlichen Stundenwert und den Wert, ab dem Sie Aufgaben abgeben sollten.
  5. Gehen Sie danach die Aufgabenliste unten durch und sortieren Sie Ihre Aufgaben ein.
  6. Wiederholen Sie die Rechnung einmal im Quartal.

So rechnet der Rechner

Arbeitswochen pro Jahr  = 52 − Urlaubswochen
Arbeitsstunden pro Jahr = Stunden pro Woche × Arbeitswochen
Stundenwert             = Jahreseinkommen ÷ Arbeitsstunden pro Jahr

Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen: Eine Inhaberin möchte 90.000 € im Jahr aus ihrem Betrieb ziehen. Sie arbeitet 55 Stunden pro Woche und kommt mit Feiertagen auf sechs freie Wochen.

HeuteMit 45 Stunden pro Woche
Arbeitswochen4646
Stunden pro Jahr2.5302.070
Stundenwertrund 35,60 €rund 43,50 €

Das Beispiel zeigt den Kern: Jede Stunde, die Sie weniger arbeiten, ohne dass das Einkommen sinkt, erhöht Ihren Stundenwert. Mehr arbeiten macht Ihre Zeit rechnerisch billiger.

Was die Schwelle bedeutet

Der zweite Wert im Rechner ist Ihre Abgabe-Schwelle. Aufgaben, die eine Mitarbeiterin, eine Aushilfe, ein Dienstleister oder ein Werkzeug für weniger als diesen Betrag pro Stunde erledigen kann, sind Kandidaten zum Abgeben. Die Rechnung dahinter ist einfach: Jede Stunde, die Sie mit einer solchen Aufgabe verbringen, fehlt Ihnen für Arbeit, die nur Sie machen können, etwa Kundengespräche, Angebote für große Aufträge, Führung oder die Weiterentwicklung des Betriebs.

Zwei Hinweise zur ehrlichen Rechnung:

  • Interne Kosten: Eine Stunde einer angestellten Person kostet Sie mehr als den Bruttostundenlohn, weil Arbeitgeberanteile, Urlaub und Ausfallzeiten dazukommen. Ihr Lohnbüro oder Ihre Steuerberatung kann Ihnen den tatsächlichen Wert für Ihren Betrieb nennen.
  • Externe Kosten: Bei Dienstleistern wie Buchhaltungsbüro, Reinigung, virtueller Assistenz oder Freiberuflern ist der Stundensatz meist klar. Rechnen Sie Abstimmungszeit mit ein, besonders am Anfang.

Die Aufgabenliste

Tragen Sie Ihre regelmäßigen Aufgaben einer typischen Woche ein und vergleichen Sie jede mit Ihrer Schwelle.

AufgabeStunden pro WocheWer könnte es übernehmen?Kosten pro StundeUnter der Schwelle?
z. B. Rechnungen schreiben
z. B. Termine koordinieren
z. B. Material bestellen
z. B. Telefon annehmen
z. B. Social-Media-Beiträge

Markieren Sie am Ende die drei Aufgaben mit den meisten Stunden unter der Schwelle. Mit diesen fangen Sie an.

Typische Fehler

  • Stunden schönrechnen. Wer 45 Stunden einträgt, aber abends noch zwei Stunden Mails schreibt, rechnet sich den Stundenwert hoch. Zählen Sie ehrlich, am besten eine Woche lang mit Notizen.
  • Nur nach Kosten entscheiden. Manche Aufgaben unter der Schwelle behalten Inhaber bewusst, weil sie ihnen wichtig sind, etwa der erste Kontakt mit Stammkunden. Das ist legitim, solange es eine Entscheidung ist und keine Gewohnheit.
  • Abgeben ohne Übergabe. Eine Aufgabe, die ohne Anleitung übergeben wird, kommt oft mit Rückfragen zurück. Beschreiben Sie den Ablauf einmal schriftlich.
  • Die gewonnene Zeit nicht verplanen. Wenn frei gewordene Stunden nicht für wichtige Aufgaben reserviert sind, füllt sich der Kalender wieder mit Kleinkram.

Ihre Zeit ist die knappste Ressource im Betrieb. Behandeln Sie sie so, wie Sie jede andere teure Ressource behandeln würden.

Nächster Schritt

Wie viel eine konkrete Übergabe Ihnen bringt, rechnet der Delegations-Rechner aus. Wie Sie Aufgaben so abgeben, dass sie nicht zurückkommen, lesen Sie im Artikel Delegieren lernen.

Nächster Schritt

Vorlagen sind der Anfang. Systeme sind das Ziel.

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