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Kostenlos · Leitfaden · 60 Minuten plus 30 Minuten pro Woche

LinkedIn für Einsteiger unter den Geschäftsführern

Profil, Netzwerk, erste Beiträge: ein ruhiger Einstieg in LinkedIn für Geschäftsführer, die wenig Zeit haben und sich nicht verbiegen wollen.

STARK · Leitfaden LinkedIn für Einsteiger unter den Geschäftsführern
  • ✓ Profil-Checkliste für die erste Stunde
  • ✓ Vorlage für Titelzeile und Info-Text
  • ✓ Ein Plan für die ersten vier Wochen
  • ✓ Zwölf Themenideen aus dem Betriebsalltag

Was drin ist

  • Profil-Checkliste für die erste Stunde
  • Vorlage für Titelzeile und Info-Text
  • Ein Plan für die ersten vier Wochen
  • Zwölf Themenideen aus dem Betriebsalltag
  • Die häufigsten Fehler beim Einstieg

Dieser Leitfaden bringt Sie als Geschäftsführerin oder Geschäftsführer in vier Wochen von einem leeren oder veralteten LinkedIn-Profil zu einer ruhigen, regelmäßigen Präsenz: ein vollständiges Profil, ein Netzwerk aus Menschen, die Sie wirklich kennen, und die ersten eigenen Beiträge. Er ist für Inhaber kleiner und mittlerer Betriebe gedacht, vor allem im B2B, in Kanzleien und Beratungsberufen, die LinkedIn bisher gemieden haben, weil es nach Selbstdarstellung aussieht. Sie brauchen eine Stunde für den Anfang und danach etwa 30 Minuten pro Woche.

So nutzen Sie den Leitfaden

  1. Eine Stunde blocken und das Profil nach der Checkliste unten fertigstellen.
  2. Das Netzwerk aufbauen, zunächst nur mit Menschen, die Sie kennen.
  3. Zwei Wochen lang nur kommentieren, bevor Sie selbst etwas veröffentlichen.
  4. Ab Woche drei einen Beitrag pro Woche veröffentlichen, immer am selben Tag.
  5. Nach vier Wochen zurückblicken: Welche Gespräche sind entstanden? Das ist die bessere Kennzahl als Likes.

Die Profil-Checkliste für die erste Stunde

  • Foto: aktuell, gut ausgeleuchtet, Gesicht gut erkennbar. Ein Handyfoto vor ruhigem Hintergrund reicht.
  • Hintergrundbild: etwas aus Ihrem Betrieb, zum Beispiel Werkstatt, Team oder ein Projekt. Kein Stockfoto.
  • Titelzeile: Was Sie machen und für wen, nicht nur „Geschäftsführer bei …“ (Vorlage unten).
  • Info-Text: drei kurze Absätze (Vorlage unten).
  • Berufserfahrung: aktuelle Position mit zwei, drei Sätzen zum Betrieb. Ältere Stationen kurz.
  • Kontaktinfo: Website und, da das Profil geschäftlich genutzt wird, ein Link zum Impressum Ihres Betriebs.
  • Unternehmensseite: Ihr Betrieb hat eine eigene LinkedIn-Seite, und Ihr Profil ist mit ihr verknüpft.
  • Öffentliche Profil-URL: angepasst, etwa auf Vorname-Nachname.

Vorlage: Titelzeile

[Was Sie tun] für [wen] in [Region oder Branche] · Geschäftsführer [Betrieb]

Beispiele (ausgedacht):

  • „Industrieanlagen reinigen und warten für Produktionsbetriebe im Rhein-Neckar-Raum · Geschäftsführer Muster GmbH“
  • „Steuerberatung für Handwerksbetriebe und Praxen · Partnerin bei Muster & Partner“

Vorlage: Info-Text

Absatz 1, was Sie tun: Wir [Leistung] für [Zielgruppe]. Unsere Kunden kommen meist zu uns, wenn [typische Situation].

Absatz 2, wie Sie arbeiten: Seit [Jahr] führe ich [Betrieb] mit [Zahl] Kolleginnen und Kollegen. Uns ist wichtig, dass [ein, zwei Grundsätze in Ihren Worten].

Absatz 3, worüber Sie hier schreiben: Hier teile ich Erfahrungen aus [Branche], zum Beispiel zu [Thema 1] und [Thema 2]. Wenn Sie sich dazu austauschen möchten, schreiben Sie mir gern.

Das Netzwerk aufbauen

Beginnen Sie mit Menschen, die Sie wirklich kennen: Kunden, Lieferanten, Partnerbetriebe, Steuerbüro, frühere Kolleginnen und Kollegen, Kontakte aus Verbänden und aus der Kammer. LinkedIn schlägt Ihnen viele davon selbst vor.

  • Pro Tag fünf bis zehn Vernetzungsanfragen an Menschen, die Sie kennen
  • Bei Menschen, die Sie nur flüchtig kennen, ein Satz dazu: „Wir haben uns auf dem [Anlass] kennengelernt.“
  • Keine Massenanfragen an Unbekannte mit angehängtem Verkaufstext
  • Ihrem Team sagen, dass Sie jetzt auf LinkedIn aktiv sind. Mitarbeitende sind oft die ersten, die Beiträge teilen.

Der Plan für die ersten vier Wochen

WocheWas Sie tunZeitaufwand
1Profil fertigstellen, erste Vernetzungen60 Minuten plus täglich 5 Minuten
2Drei durchdachte Kommentare pro Woche unter Beiträgen von Kunden, Partnern oder Branchenkollegen30 Minuten
3Erster eigener Beitrag, danach auf jeden Kommentar antworten30 Minuten
4Zweiter Beitrag, weiter kommentieren, Rückblick30 Minuten

Ein guter Kommentar ist mehr als „Toller Beitrag!“. Ergänzen Sie eine eigene Erfahrung oder stellen Sie eine echte Frage. So werden andere auf Sie aufmerksam, bevor Sie selbst etwas veröffentlicht haben.

Worüber Sie schreiben können

Die besten Themen liegen in Ihrem Alltag. Zwölf Ideen zum Anfangen:

  1. Die Frage, die Kunden Ihnen am häufigsten stellen, und Ihre Antwort
  2. Ein Fehler, den Sie früher gemacht haben, und was Sie daraus gelernt haben
  3. Ein Projekt, auf das Sie stolz sind (mit Einverständnis des Kunden)
  4. Wie ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aussieht
  5. Eine Kollegin oder ein Kollege, und was diese Person besonders gut macht (mit Einverständnis)
  6. Eine Entscheidung, die Ihnen schwergefallen ist
  7. Was sich in Ihrer Branche gerade verändert
  8. Ein Mythos über Ihre Branche, den Sie oft hören
  9. Wie Sie Auszubildende oder neue Mitarbeitende einarbeiten
  10. Ein Werkzeug oder Ablauf, der Ihnen Zeit spart
  11. Warum Sie den Betrieb gegründet oder übernommen haben
  12. Eine Frage an Ihr Netzwerk, auf die Sie wirklich eine Antwort suchen

Aufbau für den ersten Beitrag: ein erster Satz, der eine konkrete Situation beschreibt, drei bis fünf kurze Absätze, am Ende eine Frage oder ein Gedanke zum Weiterdenken. Kein Link im Text, eher ein Foto aus dem Betrieb.

Typische Fehler beim Einstieg

  • Mit Werbung anfangen. Wer als erste Beiträge nur Angebote veröffentlicht, wird überlesen. Menschen folgen Menschen, die etwas Interessantes zu sagen haben.
  • Zu viel auf einmal. Täglich zu posten hält kaum ein Geschäftsführer neben dem Betrieb durch. Ein Beitrag pro Woche, dafür regelmäßig, ist ein gutes Maß.
  • Einen Ton annehmen, der nicht zu Ihnen passt. Sie müssen nicht klingen wie die lautesten Stimmen auf der Plattform. Schreiben Sie, wie Sie mit einem Kunden sprechen würden.
  • Nach zwei Wochen aufgeben. In unseren Projekten sehen wir häufig, dass die ersten Beiträge wenig Resonanz bekommen. Das ist normal. Sichtbarkeit baut sich über Monate auf, und eine bestimmte Reichweite kann niemand zusagen.
  • Auf Kommentare nicht antworten. Jeder Kommentar ist ein Gesprächsangebot, und genau daraus entstehen später Anfragen.

Nächster Schritt

Wie es nach den ersten vier Wochen weitergeht, beschreibt der Artikel LinkedIn für Geschäftsführer: die ersten 90 Tage. Wenn Sie mehr Abwechslung in Ihre Beiträge bringen möchten, finden Sie in den 7 LinkedIn-Formaten für Geschäftsführer weitere Ideen.

Nächster Schritt

Vorlagen sind der Anfang. Systeme sind das Ziel.

Im Strategiegespräch schauen wir, welche Vorlagen in Ihrem Betrieb den größten Unterschied machen, und wie Sie sie einführen, ohne dass alles an Ihnen hängt.

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