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7 LinkedIn-Formate für Geschäftsführer

Sieben Beitragsformate mit Aufbau und Beispielsätzen. Damit wissen Sie jede Woche, was Sie schreiben, und sitzen nicht mehr vor einem leeren Feld.

STARK · Playbook 7 LinkedIn-Formate für Geschäftsführer
  • ✓ 7 Formate mit Aufbau in drei bis fünf Schritten
  • ✓ Beispielsätze für Handwerk, Praxis, Beratung und B2B
  • ✓ Übersicht: welches Format wofür taugt
  • ✓ Wochenrhythmus für zwei Beiträge pro Woche

Was drin ist

  • 7 Formate mit Aufbau in drei bis fünf Schritten
  • Beispielsätze für Handwerk, Praxis, Beratung und B2B
  • Übersicht: welches Format wofür taugt
  • Wochenrhythmus für zwei Beiträge pro Woche
  • Prüfliste vor dem Veröffentlichen

Geschäftsführer brauchen auf LinkedIn keine Ideenflut. Sie brauchen wenige feste Formate, die sie Woche für Woche neu befüllen. Die sieben Formate auf dieser Seite decken ab, was Kunden, Bewerber und Partner von Ihnen wissen wollen: wie Sie denken, wie Sie arbeiten und was Sie aus Ihrer Branche gelernt haben. Wählen Sie zwei oder drei davon aus und bleiben Sie ein Quartal dabei.

So nutzen Sie die Formate

  1. Lesen Sie alle sieben Formate einmal durch und markieren Sie die drei, die Ihnen am leichtesten fallen.
  2. Legen Sie zwei feste Tage fest, an denen Sie veröffentlichen. Zwei Beiträge pro Woche reichen für den Anfang.
  3. Geben Sie jedem Tag ein festes Format, zum Beispiel dienstags „Kundenfrage“ und donnerstags „Blick hinter die Kulissen“.
  4. Sammeln Sie im Alltag Rohmaterial: Fragen aus Gesprächen, Fotos aus der Werkstatt oder dem Büro, Sätze, die Sie oft sagen.
  5. Schreiben Sie jeden Beitrag entlang des Aufbaus. Nach sechs Wochen schauen Sie nach, welche Formate Gespräche und Nachrichten ausgelöst haben, und behalten diese.

Die sieben Formate

1. Die Kundenfrage

Aufbau: Frage wörtlich zitieren, kurze Antwort geben, Antwort begründen, sagen, wann sie nicht gilt.

Beispiel: „Diese Woche hat mich ein Bauherr gefragt, ob sich eine Wärmepumpe im Altbau lohnt. Meine ehrliche Antwort: Das entscheidet sich selten am Gerät, sondern an drei Punkten im Haus.“

Dieses Format ist der zuverlässigste Einstieg, weil Sie die Fragen bereits kennen. Wer eine Frage öffentlich beantwortet, beantwortet sie für alle, die sie sich noch nicht zu stellen getraut haben.

2. Die Einordnung

Aufbau: Änderung oder Nachricht aus Ihrer Branche nennen, erklären, was sie für Ihre Kunden praktisch bedeutet, eine klare Empfehlung geben.

Beispiel: „Seit [Änderung] bekommen wir jede Woche dieselbe Frage. Hier steht, was sich für Sie als Kunde tatsächlich ändert und was gleich bleibt.“

Sie zeigen damit, dass Sie den Überblick behalten, wenn andere verunsichert sind. Bleiben Sie bei dem, was Sie sicher wissen, und verweisen Sie bei Rechtsfragen auf die zuständige Stelle.

3. Der Blick hinter die Kulissen

Aufbau: Foto oder kurze Szene, was dort passiert, warum Sie es so machen.

Beispiel: „Das ist unsere Übergabe-Mappe. Jeder Kunde bekommt sie am letzten Tag. Sie ist entstanden, weil früher nach jeder Baustelle dieselben fünf Anrufe kamen.“

Kunden kaufen bei kleinen Betrieben auch die Art, wie gearbeitet wird. Bewerber lesen diese Beiträge besonders genau.

4. Der Fehler und was daraus wurde

Aufbau: Was schiefging, was es gekostet hat (Zeit, Nerven, Geld, ohne Zahlen, wenn Sie sie nicht nennen wollen), was Sie seitdem anders machen.

Beispiel: „Wir haben zwei Jahre lang Angebote per Hand geschrieben und nie nachgefasst. Heute geht nach fünf Tagen eine kurze Nachfrage raus. Das war die einfachste Änderung des Jahres.“

Lernbeiträge wirken glaubwürdig, weil sie nichts beschönigen. Erzählen Sie nur eigene Fehler, nie die von Kunden oder Mitarbeitenden.

5. Der Standpunkt

Aufbau: Eine Aussage, mit der nicht alle einverstanden sind, zwei Gründe, eine Einschränkung.

Beispiel: „Ich halte Festpreise bei Sanierungen im Bestand für unseriös. Nicht weil ich mehr verdienen will, sondern weil niemand vor dem Öffnen einer Wand weiß, was dahinter ist.“

Ein Standpunkt sortiert. Die richtigen Kunden fühlen sich verstanden, die falschen melden sich gar nicht erst.

6. Die Kurzanleitung

Aufbau: Problem in einem Satz, drei bis fünf nummerierte Schritte, Hinweis, ab wann ein Fachmann nötig ist.

Beispiel: „So bereiten Sie Ihr erstes Gespräch mit dem Steuerberater vor, damit es eine Stunde dauert und nicht drei: 1. …“

Anleitungen werden gespeichert und weitergeleitet. Sie bringen selten sofort Anfragen, bauen aber Vertrauen über Monate auf.

7. Die Person im Team

Aufbau: Wer die Person ist, was sie im Betrieb verantwortet, ein Satz von ihr selbst, warum Sie froh sind, dass sie da ist.

Beispiel: „Das ist Frau K., seit sechs Jahren unsere erste Stimme am Telefon. Wenn Sie bei uns anrufen, hat sie Ihren Termin meist schon gefunden, bevor Sie ausgesprochen haben.“

Fragen Sie vorher um Erlaubnis und zeigen Sie den Text, bevor er online geht.

Welches Format wofür taugt

FormatHauptwirkungAufwandGut für
KundenfrageKompetenz zeigengeringalle Branchen
EinordnungOrientierung gebenmittelKanzleien, Beratung, B2B
Blick hinter die KulissenNähe, ArbeitsweisegeringHandwerk, Praxen
Fehler und LehreGlaubwürdigkeitmittelInhaber mit Erfahrung
StandpunktProfil schärfenmittelBeratung, B2B
KurzanleitungNutzen, WeiterleitungmittelPraxen, Kanzleien, Handwerk
Person im TeamRecruiting, NähegeringBetriebe, die einstellen

Prüfliste vor dem Veröffentlichen

  • Steht im ersten Satz, worum es geht, ohne Anlauf?
  • Würde ein Kunde den Beitrag verstehen, ohne Ihre Branche zu kennen?
  • Gibt es genau einen Gedanken und keine drei?
  • Sind Namen, Fotos und Details von Kunden oder Mitarbeitenden freigegeben?
  • Endet der Beitrag mit einer Frage oder einem Hinweis, was der Leser tun kann?

Typische Fehler

In unseren Projekten sehen wir häufig dasselbe Muster: Geschäftsführer starten mit viel Energie, posten drei Wochen lang täglich und hören dann ganz auf. Zwei Beiträge pro Woche über ein Jahr bringen mehr als ein Monat Dauerfeuer. Ein zweites Muster sind Beiträge, die nur Firmenmeldungen sind („Wir freuen uns, bekanntzugeben …“). Sie zeigen Stolz, aber keine Haltung. Drittens wird die Kommentarspalte vergessen: Wer auf Kommentare nicht antwortet, verschenkt den Teil, aus dem echte Gespräche entstehen.

Nächster Schritt

Wenn Sie wissen wollen, wie diese Formate in einen Plan für die ersten Monate passen, lesen Sie LinkedIn für Geschäftsführer: die ersten 90 Tage. Für die ersten Zeilen jedes Beitrags helfen Ihnen die 60 Einstiegssätze. Wie wir Geschäftsführer bei LinkedIn begleiten, steht auf LinkedIn für Geschäftsführer.

Nächster Schritt

Vorlagen sind der Anfang. Systeme sind das Ziel.

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