Was drin ist
- Checkliste für Grunddaten, Kategorien und Einzugsgebiet
- Hinweise zu Fotos, Leistungen und Beiträgen
- Was bei Namen und Bewertungen gegen die Google-Richtlinien verstößt
- Die Einträge außerhalb von Google, die zusammenpassen sollten
- Eine monatliche Pflege-Routine in 20 Minuten
Das Google-Unternehmensprofil ist für viele lokale Betriebe der erste Eindruck, den neue Kunden bekommen, noch bevor sie die Website sehen. Diese Checkliste führt Sie durch alle Punkte, die ein vollständiges, korrektes und gepflegtes Profil ausmachen, und endet mit einer Routine für 20 Minuten im Monat. Sie ist für Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien und Geschäfte gedacht und stammt aus der Local-SEO-Arbeit von stark.marketing mit Betrieben in der Region Rhein-Neckar. Eine bestimmte Platzierung in Google Maps kann Ihnen niemand garantieren, auch diese Checkliste nicht. Sie sorgt aber dafür, dass Ihr Profil nicht an vermeidbaren Lücken scheitert.
So nutzen Sie die Checkliste
- Zugang prüfen. Melden Sie sich mit dem Google-Konto an, das das Profil verwaltet. Wenn nur eine ehemalige Agentur oder ein früherer Mitarbeiter Zugriff hat, klären Sie das zuerst.
- Abschnitt für Abschnitt durchgehen. Haken Sie ab, was stimmt, und notieren Sie, was fehlt.
- Mit den Grunddaten beginnen. Falsche Öffnungszeiten oder eine veraltete Telefonnummer kosten mehr als ein fehlendes Foto.
- Die monatliche Routine in den Kalender eintragen. Ein Profil, das einmal perfekt eingerichtet wurde und dann liegen bleibt, veraltet schnell.
Die Checkliste
1. Zugang und Verifizierung
- Das Profil ist bestätigt (verifiziert).
- Mindestens zwei Personen aus dem Betrieb haben Zugriff, eine davon als Inhaber.
- Externe Dienstleister haben nur die Rolle „Verwalter“, nicht die Inhaberrolle.
- Es gibt keine doppelten Profile für denselben Standort. Falls doch, lassen Sie das Duplikat über den Google-Support entfernen oder zusammenführen.
2. Grunddaten
- Name: genau so, wie Ihr Betrieb auch auf Schild, Briefpapier und Website heißt. Zusätze wie „Heizung Sanitär Notdienst Heidelberg“ im Namen verstoßen gegen die Google-Richtlinien, wenn sie nicht Teil des echten Namens sind, und können zur Sperrung führen.
- Adresse: korrekt und identisch mit Impressum und anderen Einträgen.
- Einzugsgebiet: Wenn Sie zu Kunden fahren und dort keinen Kundenverkehr haben (typisch im Handwerk), blenden Sie die Adresse aus und hinterlegen ein Einzugsgebiet mit Orten oder Regionen.
- Telefonnummer: eine Nummer, unter der zu den Öffnungszeiten wirklich jemand abnimmt.
- Website: Der Link führt auf eine passende Seite, bei mehreren Standorten auf die jeweilige Standortseite. Ein Kampagnenparameter (UTM) hilft, Besuche aus dem Profil in der Webanalyse zu erkennen.
- Öffnungszeiten: aktuell, inklusive Mittagspause.
- Sonderöffnungszeiten: für Feiertage, Betriebsurlaub und Brückentage eingetragen.
3. Kategorien
- Hauptkategorie: die eine Kategorie, die Ihre wichtigste Leistung am genauesten beschreibt. Sie ist eine der wichtigsten Einstellungen im Profil.
- Weitere Kategorien: nur für Leistungen, die Sie tatsächlich anbieten. Mehr Kategorien sind nicht automatisch besser.
- Sie haben geprüft, welche Kategorien die Betriebe verwenden, die bei Ihren wichtigsten Suchbegriffen in Google Maps oben stehen.
4. Leistungen, Beschreibung und Attribute
- Leistungen: Ihre wichtigsten Leistungen sind einzeln angelegt, mit einer kurzen Beschreibung in der Sprache Ihrer Kunden.
- Beschreibung: Die Unternehmensbeschreibung (bis zu 750 Zeichen) sagt, was Sie machen, für wen und wo. Keine Links, keine Werbeaussagen in Großbuchstaben.
- Attribute: Zutreffende Merkmale sind gesetzt, etwa barrierefreier Eingang, Terminvereinbarung oder Zahlungsarten.
- Terminlink: Falls Sie Online-Termine anbieten, ist der Buchungslink hinterlegt.
5. Fotos und Videos
- Logo und Titelbild sind hochgeladen und gut erkennbar.
- Echte Fotos zeigen Team, Räume, Fahrzeuge und Arbeitsergebnisse. Stockfotos wirken austauschbar.
- Außenansicht: Kunden erkennen Ihr Gebäude oder Ihren Eingang, wenn sie Sie besuchen.
- Regelmäßig neue Bilder: zum Beispiel ein bis zwei Fotos pro Monat von aktuellen Projekten.
- Einwilligungen: Für Fotos von Mitarbeitenden, Kunden oder Patienten liegt eine Einwilligung vor (DSGVO, Kunsturhebergesetz). In Praxen und Kanzleien zeigen Sie keine Personen, die als Patienten oder Mandanten erkennbar wären.
6. Beiträge
- Sie veröffentlichen regelmäßig kurze Beiträge: Neuigkeiten, Angebote, Veranstaltungen oder Tipps.
- Jeder Beitrag hat ein eigenes Foto und, wo sinnvoll, einen Link auf die passende Seite.
7. Bewertungen
- Sie bitten alle Kunden nach einem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung, mit einem festen Ablauf. Wie das geht, beschreibt das Bewertungs-System.
- Jede Bewertung wird beantwortet, auch die kurzen und die negativen.
- Keine gekauften oder selbst geschriebenen Bewertungen, keine Bewertungen von Mitarbeitenden über den eigenen Betrieb, keine Gegenleistungen wie Rabatte oder Gewinnspiele. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig sein.
- Kein Filtern vor der Bitte: Sie fragen nicht erst „Waren Sie zufrieden?“ und schicken nur den Zufriedenen den Bewertungslink. Google nennt dieses Vorgehen ausdrücklich als unzulässig.
8. Einträge außerhalb von Google
Ihr Name, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer sollten überall gleich geschrieben sein.
- Impressum und Kontaktseite Ihrer Website
- Apple Maps (Apple Business Connect) und Bing Places
- Branchenverzeichnisse wie Das Örtliche, Gelbe Seiten oder 11880
- Branchenportale, etwa Handwerkskammer-Verzeichnisse, Arztsuchportale oder Anwaltsverzeichnisse
- Social-Media-Profile
Die monatliche Routine (20 Minuten)
- Änderungen prüfen: Google und Nutzer können Änderungen am Profil vorschlagen, die manchmal ohne Ihr Zutun übernommen werden. Kontrollieren Sie Name, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Kategorie.
- Neue Bewertungen beantworten, falls das nicht schon laufend passiert.
- Ein bis zwei neue Fotos hochladen.
- Einen Beitrag veröffentlichen.
- Leistungsdaten ansehen: Wie viele Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks kamen über das Profil? Achten Sie auf die Entwicklung über mehrere Monate, nicht auf einzelne Ausschläge.
- Sonderöffnungszeiten für die kommenden Feiertage eintragen.
Typische Fehler aus der Local-SEO-Praxis
- Suchbegriffe im Namen. Das bringt kurzfristig manchmal etwas und endet oft mit einer Sperrung oder einer Meldung durch Mitbewerber.
- Die Adresse eines Büroservice oder eines Coworking-Platzes ohne echten Standort. Google verlangt, dass an der Adresse tatsächlich gearbeitet wird oder Kunden empfangen werden.
- Verwaiste Zugänge. Die ehemalige Agentur oder ein ausgeschiedener Mitarbeiter ist noch Inhaber des Profils. Das fällt meist erst auf, wenn es Probleme gibt.
- Einrichten und vergessen. Profile, die über Monate unverändert bleiben, haben oft veraltete Öffnungszeiten und unbeantwortete Bewertungen.
Nächster Schritt
Warum das Profil für viele lokale Betriebe mehr bewirkt als die eigene Website, beschreibt der Artikel Warum das Google-Profil oft wichtiger ist als die Website. Wenn Sie die Bewertungen auf eine feste Grundlage stellen wollen, geht es mit dem Bewertungs-System weiter.